Die Serie Haltung beschäftigt sich mit dem menschlichen Körper als Ausdruck innerer und gesellschaftlicher Zustände. Im Fokus stehen Kopf- und Nackenhaltungen, Drehungen, Spannungen und Momente des Innehaltens. Die Figuren sind Teil einer Gruppe und zugleich isoliert – sie wenden sich ab, kippen zurück, geraten aus dem Gleichgewicht oder verharren in sich selbst Haltung erscheint dabei nicht als bewusste Pose, sondern als etwas Unwillkürliches: als Reaktion auf Belastung, Anpassung oder Überforderung. In den neueren Arbeiten verschiebt sich der Raum stärker ins Offene und Unbestimmte. Körper verlieren an Orientierung, kippen, lösen sich teilweise auf oder entziehen sich der eindeutigen Zuordnung. Innen und Außen, Nähe und Distanz beginnen zu verschwimmen. Die Serie ist eine fortlaufende Auseinandersetzung mit körperlicher Präsenz, Verletzlichkeit und Würde im sozialen Raum.