Türen als Haltung
Die Arbeiten thematisieren Übergänge – nicht als sichtbare Türen, sondern als innere Zustände. Ein Schritt nach innen oder nach aussen zeigt sich nicht in der Handlung, sondern in der Haltung des Körpers. Die Figuren befinden sich an Schwellen: Sie treten ein, verharren oder wenden sich ab. Räume öffnen sich oder bleiben verschlossen, ohne dass eine Tür sichtbar wäre. Das Dazwischen wird zum eigentlichen Ort der Erfahrung. «In» und «Out» beschreiben keine klaren Gegensätze. Man kann innen sein und sich dennoch ausgeschlossen fühlen. Und man kann außen stehen und dennoch verbunden sein. Die Körper reagieren darauf – oft unwillkürlich – durch Neigung, Abwendung oder Stillstand. Die Tür bleibt unsichtbar, aber ihre Wirkung ist spürbar.